Pressemitteilungen 2013

EFV Pro Schiene                                                                                                 16.09.2013

Der EFV Pro Schiene hat auf die geplante Betriebseinstellung der Mecklenburgischen Südbahn zwischen Parchim und Waren mit einem Offenen Brief an das Ministerium für Energie, Landwirtschaft und Landesentwicklung des Bundeslandes Mecklenburg - Vorpommern reagiert. Bereits in einem früheren Schreiben hatten wir dem Ministerium eine Ausarbeitung von Vorschlägen zu einem alternativen und kostengünstigeren Fahrplan- und Betriebskonzept der Mecklenburgischen Südbahn angeboten.Unserer Auffassung nach sind umständliche und komplizierte Busersatzkonzepte überhaupt nicht notwendig, weil der gewünschte Einspareffekt auch durch anderweitige Maßnahmen erreicht werden könnte. Auf dieses Angebot hat das Ministerium leider nicht reagiert, sondern innerhalb kürzester Zeit eine Entscheidung gegen die Weiterführung des Bahnbetriebes in der gegenwärtigen Form getroffen. Offensichtlich sollen hier ganz schnell vollendete Tatsachen geschaffen werden.


EFV Pro Schiene                                                                                                 13.04.2013

Da sich die Bundesländer Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aus der Verantwortung für den SPNV auf Nebenstrecken im ländlichen Raum zunehmend zurückziehen und die betreffenden Landkreise diese Aufgaben in der Regel nicht übernehmen möchten, versuchen wir entsprechende alternative Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Um einen Kahlschlag der Schieneninfrastruktur zu verhindern bzw. wenigsten einzuschränken finden Sie in unserem Brandbrief unsere Einschätzung der Situation und mit den Empfehlungen zur Gründung von Zweckverbänden die, unserer Meinung nach, möglichen Lösungswege.

Pressemitteilungen 2012

EFV Pro Schiene                                                                                                  29.07.2012

Bereits im April 2012 haben wir beim VBB einen Antrag auf Verlängerung des saisonalen, baubedingten Umleiterverkehrs der RB 54 bis zur Beendigung der Bauarbeiten, also auch über den Winter beantragt. Damit sollten auch die ständigen Fahrplanwechsel, die zur Verunsicherung bei den Fahrgästen führen vermieden werden. Außerdem wurde vorgeschlagen im Winter, anstelle des letzten Zuges von Rheinsberg, der dann nicht mehr so stark nachgefragt ist, einen zusätzlichen morgendlichen Pendlerzug von Rheinsberg aus einzusetzen. Viele Pendler aus Rheinsberg, Lindow und Umgebung haben bisher die schnellen Verbindungen der RE Linie 5 ab Gransee in Richtung Berlin genutzt. Diese Möglichkeit gibt es ab 11. September nicht mehr, da der RE 5 baubedingt auf SEV umgestellt wird. Durch einen  morgendlichen durchgehenden Pendlerzug von Rheinsberg würden viele Fahrtziele in Berlin und der näheren Umgebung, teilweise, um bis zu 30 min früher erreichbar sein, als mit dem SEV über Gransee. Unter diesem Hintergrund wurde unser Antrag offiziell über den Landkreis OPR mit bitte um Weiterleitung zum VBB eingereicht. Bis heute, also fast einen Monat vor Beginn der Bauarbeiten, gibt es keine uns bekannte Reaktion zu diesem Antrag, also weder eine Zu- noch eine Absage. Ganz offensichtlich ist der VBB nur noch durch massive öffentliche Kritik überhaupt zu einer Aussage zu bewegen.

   

EFV Pro Schiene                                                                                              22.06.2012


Am 11. Juni ist der baubedingte Umleiterverkehr über Neuruppin der RB-Linie 54 Berlin – Rheinsberg angelaufen. Unverständlicherweise sind die Züge nicht komplett in die VBB-Onlineauskunft aufgenommen. Offensichtlich nutzen VBB und MiL jedes Mittel, sei es durch fehlende Information oder durch Stilllegungsgerüchte, das Fahrgastpotenzial dieser Linie zu senken, um dann später genau mit dieser Begründung, die Stilllegung der Linie durchzusetzen. Es kann unsererseits also nur vermutet werden, dass VBB und MiL langfristig auf eine Umstellung dieser Bahnlinie auf eine sogenannte „landesbedeutsame Buslinie“ hinarbeiten. Die Entwicklung „landesbedeutsamer Buslinien“ ist im Landesnahverkehrsplan festgeschrieben und beinhaltet die Finanzierung von Buslinien aus Landesmitteln für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Wir halten diese Vorgehensweise für einen Skandal. Der VBB sollte schnellst möglichst eine umfangreiche Infokampagne zum RB 54 Umleitungsverkehr starten und alle Züge in die VBB-Onlineauskunft einarbeiten, um diese Vermutungen auszuräumen.

Hinweis: Im Elektronischen Kursbuch der Bahn, sowie auf unserer eigenen Internetseite www.ausflugsverkehr.de/12.html ist der komplette Umleitungsfahrplan veröffentlicht. Für eine zuverlässige Online-Bahnauskunft empfehlen wir den Routenplaner der ÖBB.


Pressemitteilungen 2011

EFV Pro Schiene                                                                                              12.12.2011

Presseinfo

Das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft(MiL) des Landes Brandenburg hat uns mit Schreiben vom 18.11.2011 mitgeteilt, dass die RB 54 als saisonaler Betrieb bis 2024 vorerst gesichert ist. Die, von uns geforderte, Umstellung zu einem ganzjährigen nachfrageorientierten Betrieb wurde jedoch abgelehnt.

Wir müssen das leider so werten, dass seitens des MiL und des VBB das enorme Potenzial dieser Strecke nicht erkannt wurde. Eine Erhöhung des Fahrgastpotenzials ist vorrangig nur durch schrittweise Verbesserungen des Angebotes möglich. Die Begründung für diese Ablehnung wirkt sehr konstruiert und ist für uns nicht nachvollziehbar. Einerseits vermeldet selbst der VBB steigende Fahrgastzahlen auf der Strecke und andererseits wird eine geringe Nachfrage als Begründung gegen eine Ausweitung des derzeitigen Angebotes angegeben. Außerdem beinhaltet gerade unsere Konzeption für die RB 54 weitere wesentliche Verbesserungen bei den Anschlüssen, insbesondere auch zum Bus u. ä., die eine weitere Steigerung der Fahrgastzahlen bewirken könnten. Diese Verbesserungen werden nun leider nicht umgesetzt. Deshalb vermuten wir auch, dass hier vorrangig bestimmte Interessenlagen innerhalb des VBB und der Bestellerstruktur bedient werden sollen und die Wünsche einer ganzen Region dabei nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Trotzdem bleibt die Umstellung zu einem ganzjährigen nachfrageorientierten Betrieb der RB 54 weiterhin eine prioritäre Forderung innerhalb des Regionalen Wachstumskerns (RWK) Neuruppin. Hier wurde unsere Konzeption zur RB 54 vollumfänglich berücksichtigt, so dass sich das MiL zukünftig erneut mit dem Problem befassen müssen wird.

Ebenso wurde auch, der von uns vorgeschlagene Umleiterverkehr während der baubedingten Streckensperrung zwischen Oranienburg und Neustrelitz ab 10. September 2012 abgelehnt. Wir hatten während der Bauarbeiten die Umleitung der RB 54 über Neuruppin vorgeschlagen. Im Wesentlichen  wurden Kostengründe für die Ablehnung angegeben, obwohl die Kosten für einen Umleiterverkehr wesentlich geringer wären, als der planmäßige Zugverkehr. Als weitere Begründung für eine Ablehnung wurden die längeren Fahrzeiten genannt. Die Fahrzeiten für einen SEV sind aber mindestens genauso lang. Für Fernreisende, die über den Bahnhof Berlin Spandau anreisen, würde ein Umleiterverkehr jedoch  die Fahrzeiten teilweise auf über eine Stunde verringern. Ebenso wären umsteigefreie Verbindungen von Berlin Gesundbrunnen, Berlin Jungfernheide und Berlin Spandau nach Rheinsberg, sowie auch ein problemloser Rollstuhltransport, möglich.

Außerdem befürchten wir eine Verlängerung der Bauarbeiten bis in den Sommer 2013. Somit gefährden MiL und VBB, mit diesen Entscheidungen, die positive Entwicklung der Fahrgastzahlen auf dieser Strecke. Wir werden deshalb die Durchführung des SEV kritisch beobachten und den VBB mit eventuellen Mängeln konfrontieren.



EFV Pro Schiene                                                                                              05.10.2011


Presseinfo


Am vergangenen Wochenende kam es auf Grund von Bauarbeiten zu umfangreichen SEV im Bereich der Berliner S- Bahn. So wurde u.a. die S 25 zwischen Schönholz und Hennigsdorf im SEV betrieben. Die Situation vor Ort war chaotisch und für die Fahrgäste eigentlich nicht zumutbar. So gab es beispielsweise in Hennigsdorf keine Ansagen. Lediglich Hinweistafeln wiesen ohne Angabe der Fahrzeiten auf den SEV hin. Die Busse erreichten den Umsteigebahnhof Hennigsdorf so ungünstig, dass die Anschlüsse zu den Regionalzügen fast immer um wenige Sekunden  verpasst wurden. Auf  zusätzliches Personal zur Koordination der Anschlüsse bzw. zur Information der Fahrgäste wurde verzichtet. So hatten viele Fahrgäste  in Hennigsdorf bis zu 2 Stunden Wartezeit auf ihren nächsten Regionalzug. Noch schlimmer kam es am  Dienstag den 04.10.  Eigentlich sollte die S 25 an diesem Tag wieder planmäßig verkehren, jedoch kam es angeblich wegen einer defekten Baumaschine zu einer 24 stündigen Verlängerung des SEV. Da es zu dieser Maßnahme keine zeitgerechte Information gab, erreichten viele Berufspendler zu spät ihren  Arbeitsort. In Hennigsdorf wiesen noch am Dienstagmorgen die Hinweistafeln auf das planmäßige Ende des SEV um 1:45 hin. Die Fahrgäste wurden also völlig überrascht von dieser Maßnahme getroffen. Die Busfahrer der SEV – Busse holten sogar teilweise ihre uninformierten Fahrgäste in Hennigsdorf vom S-Bahnsteig ab. Ansonsten wären die Busse am Dienstagmorgen leer gefahren, während die Fahrgäste auf den S-Bahnsteigen vergeblich auf ihren Zug gewartet hätten. Auf den Unterwegsbahnhöfen, wo die Bushaltestellen nicht unmittelbar am Bahnhof  liegen dürfte das auch  nicht unbeträchtlich der Fall gewesen sein. All dieses hätte nicht nötig sein müssen, denn es gab durchaus Alternativen, die, bei vernünftiger Planung kaum Mehrkosten gegenüber den ohnehin bestellten S- Bahnverkehr verursacht hätten. Beispielsweise hätten Pendelzüge des Regionalverkehrs zwischen Hennigsdorf und Berlin Gesundbrunnen eingesetzt werden können. Diese Züge hätten Berlin Gesundbrunnen in 20 min erreicht, also noch schneller, als die S-Bahn bei planmäßigem Verkehr. Warum der VBB als zuständige Behörde für den ÖPNV solche Maßnahmen nicht einfordert  oder nicht selbst einen Ersatzverkehr mit Regionalzügen bestellt, bleibt sein Geheimnis.

Angesichts dieser Erfahrungen können wir nur fordern den Fahrgast bei bevorstehenden größeren Baumaßnahmen mehr zu berücksichtigen. Deshalb fordern wir beispielsweise für die bevorstehende Streckensperrung zwischen Oranienburg und Neustrelitz einen Umleiterverkehr für die RB 54 nach Rheinsberg, um den Fahrgästen solche unnötigen Erschwernisse durch einen SEV zu ersparen.  



EFV Pro Schiene                                                                                            29.09.2011

Presseinfo


Am Rande des Potsdamer Landtages fand heute die Übergabe dergesammelten Unterschriftenan den Minister Jörg Vogelsänger desMIL statt. Die Übergabe der Unterschriftenlisten erfolgte durch den Bürgermeister der Stadt Rheinsberg, sowie dem Vorsitzenden unseres Vereins,als Initiator der Unterschriftenaktion. Insgesamt wurden Listen mit 3263 Unterschriften übergeben. Weiterhin wurden Vorschläge zu einem Umleiterverkehr über Neuruppin nach Rheinsberg, während der baubedingten Sperrung der Strecke zwischen Oranienburg und Neustrelitz, ab 10.September 2012, übergeben. Ursprünglich ist für die Zeit der Baumaßnahmen ein umständlicher SEV geplant. In unseren Vorschlägen wird auch detailliert die Kostenfrage beleuchtet. Da für einen  anspruchsvollen Umleiterverkehr weniger als die Hälfte der Km- Leistung  wie für einen anspruchsvollen SEV notwendig wären, dürften die Kosten für einen Umleiterverkehr nur unwesentlich höher sein. Der Minister stellte eine Prüfung der Vorschläge in Aussicht.

 


EFV Pro Schiene                                                                                            20.09.2011

Presseinfo


Die von uns gestartete Petition zum Erhalt der RB- Linie 54 Berlin-Löwenberg-Rheinsberg war ein voller Erfolg. Bis jetzt sind exakt 3027 Unterschriften gezählt worden. Angesichts der Tatsache, dass es sich von Anfang an um eine regional begrenzte Aktion gehandelt hat und dass immer noch weitere Listen eintreffen ist das eine beindruckende Zahl. Die Beteiligung in Rheinsberg, Lindow und Neuruppin war überwältigend. Mit der Unterzeichnung dieser Petition haben besonders viele Einheimische und Touristen, darunter sogar ausländische Bürger aus den USA, Niederlande, Österreich und der Schweiz, die Wichtigkeit und die Bedeutung dieser Linie eindrucksvoll dokumentiert. Wir werten diese Petition auch als klares und eindeutiges Signal der Bürger in Richtung der Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr. Deshalb fordern wir den VBB auf dieses Votum der Bürger ernst zu nehmen und bei den bevorstehenden Ausschreibungen zu berücksichtigen. Dass die Linie in der Vorankündigung des VBB zur Ausschreibung enthalten ist, werten wir bereits als Weg in die richtige Richtung. Wir erwarten aber auch eine Umsetzung des von uns vorgeschlagenen ganzjährigen Betriebskonzeptes, um der Linie auch eine langfristige Perspektive zu geben. In Auswertung der Saison 2011 konnten wir bereits eine beträchtliche Steigerung der Fahrgastzahlen feststellen. Wir werden die Unterschriftenlisten demnächst, in geeigneter Form, den entsprechenden Stellen zukommen lassen. Abschließend möchten wir allen danken, die  maßgeblich zum Gelingen der Aktion beigetragen haben.

 


EFV Pro Schiene                                                                                            12.09.2011

Presseinfo

 

In vielen Bereichen werden durch unseren Verein weitreichende Verbesserungen angestrebt. Einige dieser Vorschläge wurden bereits bei den entsprechenden Gremien eingereicht und wären kurzfristig umsetzbar.  Alle diese Maßnahmen sind relativ kostengünstig oder sogar kostenneutral umsetzbar. Letztendlich entscheidet  jedoch der Verkehrsverbund und die jeweiligen Verkehrsunternehmen. Wir können lediglich aufzeigen, welche Verbesserungen aus fachlicher Sicht möglich sind.Im Einzelnen handelt es sich um folgende Maßnahmen.

RE 6 Berlin Spandau – Hennigsdorf – Neuruppin – Wittstock/Dosse – Wittenberge

RB 55 Hennigsdorf – Kremmen

  •             Zusätzliche Halte in Wustrau-Radensleben

  •       Wirksame Verbesserungen zur Anschlusssicherung in Hennigsdorf durch den Einsatz örtlicher Servicekräfte

  •            Verdichtung der Züge der RE 6 und der RB 55 zwischen Hennigsdorf und Velten zum 20 min Takt  im       Berufsverkehr

  •           1 zusätzliches Zugpaar  zwischen Neuruppin und Hennigsdorf, dadurch entsteht eine weitere Verdichtung im morgendlichen Berufsverkehr und es entfällt die abendliche Taktlücke des RE 6 in Richtung Neuruppin

  •            Zusätzlicher Nachtschwärmerzug zwischen Hennigsdorf und Neuruppin an den Wochenenden

  •           Verbesserungen im Bereich der RB 55 an den Wochenenden  

Weiterhin haben wir weitreichende Vorschläge zur weiteren langfristigen Entwicklung dieser beiden Linien gemacht (siehe Rubrik Projekte).

 

RB 54 Berlin Gesundbrunnen – Löwenberg/Mark – Rheinsberg/Mark

  •           Anpassung der  Umsteigezeiten in Löwenberg an die realen Bedingungen. Insbesondere in Richtung Berlin sind die Umsteigezeiten der beiden, nur bis Löwenberg verkehrenden, Nachmittagszüge  mit 3 min zu knapp bemessen. Für Fahrgäste mit Gepäck oder Fahrrädern besteht die Gefahr, dass der Anschlusszug der RE Linie 5 nicht erreicht wird. Außerdem führen die knappen Anschlusszeiten regelmäßig zu Verspätungen

  •             Realisierung aller wichtigen und direkten Anschlüsse in Löwenberg vom selben Bahnsteig

  •            Zusätzliche Durchbindung eines Zuges in Richtung Berlin am Sonntagnachmittag zur Entlastung des         überlasteten RE 5.  

Weiterhin haben wir in unserem Konzept für einem ganzjährigen Betrieb der RB  54 zahlreiche  Verbesserungen vorgeschlagen (siehe Rubrik Projekte).                         


EFV Pro Schiene                                                                                             14.03.2011


Presseinfo

Um den Weiterbestand der RB- Linie 54 (Berlin Gesundbrunnen) – Löwenberg(Mark) – Rheinsberg(Mark) auch zukünftig zu sichern, haben wir eine Unterschriftenaktion  gestartet. Jeder interessierte Bürger hat die Möglichkeit eine Petition gegen die befürchtete Komplettstilllegung zu unterzeichnen. Weitere Informationen unter www.ausflugsverkehr.de oder www.petitionen.com 

Derzeit gibt es wohl anscheinend ernsthafte Überlegungen, während der geplanten Komplettsperrung der Hauptstrecke Oranienburg – Rostock von September 2012 bis April 2013, einen durchgehenden Zugverkehr über Neuruppin nach Rheinsberg(Mark) einzurichten.

Wir begrüßen diese Überlegungen und halten diese Möglichkeit, während der Bauphase, für die beste Variante, weil ein SEV ab Oranienburg noch längere Fahrzeiten bedeuten würde. Nach Abschluss der Bauarbeiten muss jedoch ein dauerhafter ganzjähriger Betrieb der RB 54 über die wesentlich kürzere Strecke über Löwenberg(Mark) gesichert sein.



Pressemitteilungen 2010

EFV Pro-Schiene                                                                                             05.11.2010

Pressemitteilung

Am 4. November wurde dem VBB unser Verkehrskonzept für einen zukünftigen ganzjährigen  Fahrplan für die RB Linie 54 Löwenberg (Mark) – Herzberg (Mark) – Rheinsberg (Mark) übergeben.

Das Konzept soll Alternativen aufzeigen zum jetzigen saisonalen Zugbetrieb im Sommer bzw. Busbetrieb im Winter, der aus unserer Sicht nicht die optimale Lösung darstellt.

Besonderes Augenmerk lag immer darauf Möglichkeiten aufzuzeigen, die sich im derzeitigen Kostenrahmen bzw. darunter bewegen. Alles andere hätte aus unserer Sicht keinen Sinn gemacht und wäre wahrscheinlich mit der Begründung der zu hohen Kosten schon im Vorfeld abgelehnt worden. So wurden in unserem Konzept auch diverse Vorschläge zur Kostenminimierung eingebracht z. B. im Bereich der Trassenbestellung und der Vermeidung von unnötigen Parallelverkehren . In den konstruktiven  Gesprächen mit den VBB Verantwortlichen stellte sich allerdings heraus, dass einige Einsparvorschläge auf Grund der Vertragsausgestaltung des Verkehrsvertrages nicht als Kostenreduzierung bei den Bestellern ankommen würden, sondern quasi als zusätzliche Gewinne in die Kassen der Verkehrsbetriebe wandern würden. Dennoch wurden unserer Meinung nach genügend Einsparpotenziale zur Finanzierung eines ganzjährigen Betriebes der RB 54 aufgezeigt.

Im Allgemeinen beinhaltet das Konzept auch wesentliche Verbesserungen im Bereich der Anschlussgestaltung zum Bus. So würden in Lindow, Rheinsberg und Herzberg bessere Anschlüsse bzw. neue Verknüpfungspunkte zum Bus entstehen. Die Busfrequenz zwischen Lindow und Neuruppin würde sich insbesondere an den Wochenenden erhöhen. Dadurch wäre auch in vielen Fällen ein direkter Busanschluss vom Zug ins Lindower Ortszentrum möglich. Auch würden alle Züge, nach unseren Vorstellungen, als Bedarfshalt an den Haltepunkten Löwenberg Dorf, Grieben, Schönberg und Klosterheide halten, womit Grieben auch am Wochenende an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen wäre. Die Argumentation von Bahn und VBB für die Auflassung dieser Haltepunkte waren ja die geringen Zustiegszahlen. Diese Argumentation können wir nicht teilen, weil die Kosten für dadurch zusätzlich bestellte Buslinien, um diese Orte zu bedienen, in jedem Fall teurer sind als der Halt eines ohnehin dort lang fahrenden Zuges.

Der VBB hat die Prüfung unseres Konzeptes auf Realisierbarkeit zugesichert. Auch ist die Bestellung der RB 54 im jetzigen Umfang bis 2012 gesichert.

Unser Verein ist auch gerne bereit den Kontakt zu den direkt betroffenen Kommunen auszubauen um die Interessenlagen vor Ort weitestgehend zu berücksichtigen. Auf Wunsch sind wir auch gerne bereit unsere konzeptionellen Lösungsvorschläge dort vorzustellen. Schließlich sehen wir die Möglichkeit, durch enge Zusammenarbeit mit den Kommunen aber besonders auch den örtlichen Tourismusvereinen – und firmen, die Fahrgastzahlen weiter zu erhöhen.


EFV Pro-Schiene                                                                                             04.10.2010

Presseinfo

Zur Vereinsgründung laufen gerade die Vorbereitungen zur Eintragung ins Vereinsregister. Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr als eingetragener Verein registriert werden. Trotzdem sind wir sozusagen als loser Zusammenschluss als Verein in Gründung bereits aktiv. So haben wir bereits  im Vorgriff auf die bestehende Vereinsgründung sowohl den Staatssekretär des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft, als auch den Bereichsleiter Center für Nahverkehr und Qualitätsmanagement beim VBB angeschrieben und konkrete Vorschläge für eine ganzjährige Bestellung im SPNV der RB Linie 54 Löwenberg (Mark) – Rheinsberg (Mark) gemacht. Den genauen Text des Anschreibens möchten wir derzeit aus taktischen Gründen noch nicht öffentlich machen. Wir möchten zunächst erst mal eine Reaktion abwarten.

Der Unterschied zu anderen Organisationen besteht einfach darin, dass wir nicht nur konkrete Forderungen stellen, sondern auch konkrete fachlich fundierte Lösungsvorschläge anbieten. Das ist deshalb möglich, weil unser Verein hauptsächlich aus praxiserprobten Eisenbahnern und Verkehrsfachleuten besteht. Es ist für die verantwortlichen Besteller als auch nicht so einfach uns gegenüber zu behaupten „ Das geht nicht“. Wir könnten Ihnen eventuell das Gegenteil beweisen.

Der Ansatzpunkt unserer Konzeption für einen ganzjährigen Betrieb der RB 54 ist, dass die zukünftigen Kosten geringer sind als die jetzigen Kosten für den Bahnbetrieb im Sommer und den Busersatzverkehr im Winter. Damit wäre das Hauptargument der hohen Kosten widerlegt.

Im einzelnen zeigt unsere Konzeption Einsparmöglichkeiten in folgenden Bereichen auf:

1.)    Einsparungen durch ein nachfrageorientiertes Angebot, Abbau von Überkapazitäten

2.)    Verkürzung des Sommerfahrplanabschnitts um ca. 40 Tage von Mitte Mai bis Ende September

3.)    Durchführung der konzeptionellen Planungen und  ähnlicher technologischer Arbeiten, sowie einfache Arbeiten in der Fahrzeugunterhaltung durch unseren Verein

4.)    Einsparungen im Bereich der Trassenentgelte durch ein entsprechend zugeschnittenes Fahrplankonzept

5.)    Erhöhung der Fahrgastzahlen und der Verkehrseinnahmen durch den ganzjährigen Betrieb, durch ein verbessertes Anschlusskonzept Bus/Bahn, durch den Einsatz eines historischen Fahrzeugs, sowie durch eine bessere Vermarktung.

6.)    Reduzierung von teurem und unsinnigen Parallelverkehr

Außerdem stellen wir aus der Praxis heraus fest, dass der VBB im besonderen, aber auch einzelne Verkehrsunternehmen im Bereich der Einnahmensicherung zu wenig tun. Massenweise defekte Automaten und abbestelltes Personal sorgen dafür, dass Fahrgäste oftmals keine Möglichkeit zum Fahrscheinerwerb haben. Aber auch das Kontrollpersonal in den Zügen wurde durch Abbestellungen durch die Aufgabenträger so stark reduziert, dass die Schwarzfahrerquote stark zugenommen hat. Nach unseren Schätzungen könnten mit den damit verbundenen Einnahmeverlusten ganze Linien betrieben werden. Wir können es daher nicht akzeptieren, dass die Einnahmen in diesem Bereich nicht abgeschöpft werden, während für eine angemessene Bestellung eines SPNV in der Fläche, auf einer durchaus zukunftsfähigen Strecke, kein Geld vorhanden ist. Weiterhin ist festzustellen, dass das Land Brandenburg einbehaltene Bestellergelder im Zusammenhang mit der S- Bahn –Krise zum Stopfen von Haushaltslöchern verwendet, anstatt diese Gelder gezielt zur Verbesserung des SPNV zu nutzen. Es ist also aus unserer Sicht keine Frage fehlender Finanzmittel, wenn man seitens des Landes Brandenburg Verkehre abbestellt, sondern eine Frage der Priorität und des Verwendungszwecks.